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Boars legen am Sonnabend los |
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Ist die zweite Saison wirklich immer die schwerste ?
2007, im zweiten Jahr nach ihrem ersten Sprung in die 1. Inlinehockey-Bundesliga, stiegen die Salt City Boars Lüneburg sang- und klanglos wieder ab. 2010 ist nun das zweite Jahr nach dem Wiederaufstieg. "Wir wollen von Beginn an Punkte für den Klassenerhalt sammeln", formuliert Coach Klaas Jeschke das Ziel. Jährlich grüßt das Murmeltier ? Nicht unbedingt. Bei den Keilern hat sich vor dem Saisonauftakt am Sonnabend (19 Uhr, Lünepark) gegen die Rostocker Nasenbären viel verändert.
Jünger, schneller, spielstärker - so wollen sich die Boars in dieser Serie präsentieren. Den Altersschnitt senken werden Eigengewächse wie Fabian Barz und Daniel Ossowski oder auch Neuzugang Patrick Folkert, um dessen Freigabe es mit seinem Ex-Club Hamburg Sharks Dauerärger gibt. Die Hanseaten wollen immer noch angeblich ausstehende Mitgliedsbeiträge für den damals minderjährigen Folkert sehen, die Boars bezweifeln die Rechtmäßigkeit der Forderungen.
Jeschke: "Gegen Rostock können wir wohl noch nicht mit ihm rechnen." Damit wird Tim Hauck wohl der einzige echte Debütant sein - wobei der Stürmer aus Duisburg mit seinen 23 Jahren schon auf deutsche Meisterschaften und Europapokalsiege zurückblicken kann. Eine hochkarätige Verstärkung also, die im Vorjahr ähnlich gut traf wie Lüneburgs Topscorer Sascha Fitzner. "Aber Tim versucht es eher mit Technik, nicht mit brachialer Gewalt", so Jeschke.
Er legte in der Vorbereitung überhaupt großen Wert auf einen geordneten Spielaufbau. Die Keiler sollen die Laufwege ihres Nebenmanns besser kennen, weniger häufig die Kugel einfach auf Verdacht nach vorn hauen. Vor allem im Vergleich mit den Topteams fielen körperliche Defizite der Lüneburger auf - ein Job für Fitnesstrainer Marco Fischer, dessen Einheiten ein zentraler Bestandteil der Trainingsarbeit waren. "Die Mannschaft hat sehr gut mitgezogen und die Fortschritte wurden bereits deutlich", lobte Fischer, der auch die Fußballer der SV Eintracht fit hält.
Die beiden Bundesliga-Staffeln wurden ordentlich durchgemischt, vier der zehn Gegner sind neu für die Keiler. Und es wird kräftig gesiebt: Die letzten Zwei steigen direkt ab, zwei Teams müssen in die Relegation. Von daher sollten sich die Boars gegen die Nasenbären keine blutige Nase holen. Die Routiniers Kamionka und Krome sind verhindert, Krützfeldt muss wohl Eishockey für den EHC Timmendorfer Strand spielen.
Quelle: lzsport.de |