Punkteteilung wie gefühlte Niederlage für die Salzstadtkeiler..
8:8 (2:1; 2:2; 4:5)
Die Ausgangslage war klar. Gewinnen die Keiler in Rostock, übernehmen sie wieder die Tabellenführung, gewinnen sie nicht, ist Rostock der Titel wohl nicht mehr zu nehmen. Dem entsprechend motiviert ging das Team um Kapitän Dennis Schülke in die Partie. Trotz der Ausfälle von Topscorer Kamionka sowie Barz und Krome konnte Trainer Klaas Jeschke drei komplette Blöcke aufbieten. Im Tor begann Stefan Blanck vor Jan Philip Fiege. War man auf der Rostocker Homepage vor dem Spiel von einem klaren Sieg ausgegangen, sollte schnell klar werden, dass das Lüneburger Team ähnliche Ambitionen hat und nicht gewillt war, diesen Titel kampflos abzugeben. Es entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe, welche zeigte, dass Rostock insbesondere mit Ronny Schneider und Christian Herrmann über herausragende Einzelspieler verfügt, die man in Überzahlsituationen aus dem Spiel heraus sowie durch Strafzeiten gekonnt in Szene setzte….
Lüneburg setze dem ein homogenes Team entgegen, welches eingespielter und über die Länge des Spiels fitter wirkte und somit beim Spiel mit gleicher Spielerzahl auf dem Feld das stärkere Team stellte.
Nachdem die beiden ersten Drittel sehr ausgeglichen mit 2:1 und 2:2 ausgingen, wurde das letzte Drittel hochdramatisch. Ein Doppelschlag durch Laudan und Krützfeldt ließ die Keiler mit 5:4 in Führung gehen. Schneider und Ciupka drehten die Partie wiederum in zwei Minuten auf 6:5. Innerhalb von vier Minuten schlugen jedoch die Keiler durch Tore von Merten, Laudan und Folkert zurück und gingen sieben Minuten vor Schluss mit einem komfortablen Zwei-Tore-Vorsprung in Front. Ronny Schneider gelang fünf Minuten vor Schluss aufgrund einer Unachtsamkeit der Lüneburger aus spitzem Winkel der Anschlusstreffer. Die Rostocker erhöhten nun noch mal den Druck, die Lüneburger kämpften jedoch aufopferungsvoll, schmissen sich in jeden Schuss und hatten mit Stefan Blanck einen tollen Goalie im Rücken.
Die spielentscheidende Szene sollte bis zum Schluss auf sich warten. Ca. 10 Sekunden vor Schluss (Rostock hatte bereits einen fünften Feldspieler zugunsten des Torwartes gebracht) steuerte Patrick Folkert mit dem Ball auf das leere Tor zu und wird zu Fall gebracht. Im Fallen versucht er den springenden Ball noch Richtung Tor zu bringen, was ihm mit einer Bogenlampe gelingt. Der letzte Rostocker Feldspieler springt hoch und schlägt den Ball mit dem Handschuh nach vorn. Der von den Lüneburgern geforderte Pfiff für Strafzeit und / oder Handpass bleibt leider aus, der Ball gelangt bei numerischer Überzahl zu Ronny Marquardt der mit einem präzisen Schuss über den Innenpfosten bei 59:59 den vielumjubelten Ausgleich erzielt.
Trainer Klaas Jeschke war nach erster Fassungslosigkeit dann trotz der unglücklichen Punkteteilung stolz auf seine Mannschaft, welche eine Klasseleistung auf das Parkett brachte. Auch wenn das Ergebnis am Ende sicherlich leistungsgerecht war, haderte Jeschke mit der etwas einseitigen Strafenverteilung in einem Spitzenspiel von 12:4 Strafminuten, die aber auch in einigen nicht clever gelösten Aktionen der Lüneburger begründet war. Einzig der letzte (ausgebliebene) Pfiff verärgerte den Trainer sichtlich, da in den vorangegangen 59:58 Minuten des Spiels die „Handpass-Regelung“ extrem kleinlich abgepfiffen worden war.
Die Keiler haben nun zwei Wochenenden frei um dann am 13.08.2011 um 16.00 Uhr bei den von Ex-Keiler Simon Krause trainierten Kieler Huskies anzutreten und mit einem Sieg den Druck auf Rostock aufrecht zu erhalten.
Tore: Folkert (2), Laudan (2), Hungerecker (2), Merten und Krützfeldt für Lüneburg sowie Schneider (4), Ciupka, Herrmann und Marquardt für Rostock (inkl. des letzten Treffers 5 Überzahltore)


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