Kleine Keiler auf großer Fahrt
Die Jugend der Salt City Boars startet am Wochenende bei den Deutschen Meisterschaften in Bochum.
saf Lüneburg. Vizemeister wird die Inlinehockey- Jugend der Salt City Boars Lüneburg Jahr für Jahr – in der Landesliga sind halt die Bissendorfer Panther doch immer eine Nummer zu groß für die jungen Keiler. Doch diesmal haben die Lüneburger Glück, rückten zum ersten Mal nachträglich ins Feld der deutschen Meisterschaften, die am Sonnabend in Bochum steigen. “Wir wollen nur nicht Letzter werden”, sagt Trainer Boris Nielsen, “wir wollen Spaß haben, aber auch Erfolg.” Man kennt sich auch vom AEC Seine Jungs müssen an einem einzigen Tag sechs mal ran, zum Auftakt zur unmenschlichen Zeit um 8.45 Uhr ausgerechnet gleich gegen Bissendorf. Die weiteren Gegner heißen Düsseldorf, Bernhardswald, Kaarst, Kollnau und Augsburg, die besten Zwei erreichen dann das Finale.
Aber die Jung-Keiler sind diesen Stress durchaus gewohnt. “Ich spiele ja auch noch Eishockey in Adendorf und in Hannover”, sagt Phillip Zickermann. Dort hütet er jeweils das Tor, bei den Boars steht er im Sturm. “Ich will ja auch mal raus gehen und austeilen”, meint Phillip grinsend. Die Verteidiger Joshua Untersee und Rene Ratajczyk sind wie Phillip 15 Jahre alt und spielen auch beim AEC im Schülerteam. Eigentlich war ihre Saison auf Inlinern zum Beginn der Eishockey-Zeit Anfang Oktober durch. Doch die Umstellung fällt den vielseitigen Spielern nicht schwer. “Höchstens auf dem Eis hat man am Anfang mal Probleme”, weiß Rene. Joshua freut sich auch schon auf die volle Dröhnung Inlinehockey, denn: “Da kann man immer schnell spielen, es gibt weniger Unterbrechungen.”
Am Freitag reist das VfLTeam Richtung Ruhrgebiet, übernachtet in der Jugendherberge Lünen. “Da können wir dann auch in’ Ruhe über die Höhe der Siegprämien verhandeln”, witzelt Nielsen, der wegen der Meisterschaften die
Bundesliga-Relegation seines Herren-Teams gegen Bräunlingen verpasst: “Aber ich bin nun mal Jugendtrainer und kann die Mannschaft nicht im Stich lassen.” Zudem wechselt der Trainer wie viele seiner Schützlinge in der nächsten Saison in den Junioren-Bereich, Bochum wird also auch eine Abschiedsfahrt. Spaß ist aber garantiert, denn schon beim Training sind alle in Lästerform. “Die brauchen Zuckerbrot und Peitsche”, sagt Nielsen. .Boris macht ein gutes Training”, kontert Phillip, “wenn er nur nicht so viel reden würde … ” Das zumindest sollte in Bochum nicht das Problem – angesichts der sechs Spiele wird kaum viel Zeit für lange Ansprachen sein.

Trainer Boris Nielsen (vorn Mitte) mit seinem Jugendteam. Rene
Ratajczyk, Christian Rupp, Erik Ristov, Joshua Untersee, Oavid Doege,
Andreas Fülscher, Dennis Koch und Phillip Zickermann (v. 1.) reisen am
Wochenende zu den deutschen Meisterschaften nach Bochum. Es
fehlen Marvin Kutz, Tom Wieckhorst, Sebastian Paff und Alexander
Paff. Foto: t & w


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